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Den ersten Schnitt effektiv absichern!

Den ersten Schnitt effektiv absichern

Der erste Grasschnitt bringt in der Regel die größte Futtermenge und die höchste Energiedichte. Damit bildet er die Futtergrundlage für einen Großteil des Jahres. Nach zwei Trockenjahren sind die Siloplatten auf vielen Betrieben leer. Oft soll der erste Schnitt daher schon kurz nach dem Einsilieren wieder geöffnet werden. Trotzdem wird die Silierung aus mikrobiologischer Sicht oft dem Zufall überlassen. Damit der Silierprozess schnell und sicher startet müssen mindestens 100.000 Milchsäurebakterien je g Siliergut vorhanden sein (Pahlow, 2008).
Die natürlichen Milchsäurebakterien können sich aber bei kaltem Wetter im Frühjahr nur schwer vermehren bzw. sterben in kühlen Nächten unter 10°C wieder ab. Je nach Wetterlage reicht der natürliche Besatz in vielen Jahren bis weit in den Mai hinein nicht aus um den Silierprozess zu dominieren. Untersuchungen aus Haus Riswick zeigen das deutlich (siehe Abbildung). Eine verzögerte Silierung und Fehlgärungen sind die Folgen. Werden solche Silagen schnell wieder geöffnet ist mit erhöhtem Verderb zu rechnen.

Grade der wertvolle erste Schnitt sollte daher mit einem für die jeweiligen Silierbedingungen passenden Siliermittel behandelt werden:
Werden bei wechselhaftem Wetter Nasssilagen mit weniger als 30 % TS eingefahren sollte immer ECOSYL 100 zur Absicherung der Primärgärung und zum Schutz gegen Clostridien bzw. hohe Buttersäuregehalte eingesetzt werden.
Bei trockeneren Silagen ab 35 % TS sollte vor allem bei geringem Vorschub bei der Entnahme eher ECOCOOL zur Absicherung gegen Nacherwärmung eingesetzt werden. Neben dem Siliermitteleinsatz sollten die allgemeinen Silierregeln (hoher Schnitt, kurze Feldliegezeit, ausreichende Verdichtung, zügiges Abdecken, hoher Vorschub bei der Entnahme etc.) immer beachtet werden!
Egal welches (Hochgeschwindigkeits-) Siliermittel auch eingesetzt wird, die Sicherheit steigt in den ersten Wochen immer weiter an. Eine Mindestlagerdauer von 6 - 8 Wochen ist daher immer sinnvoll! Ist das Futter knapp sollte ein flacher „Sommerhaufen“ mit hohem Vorschub angelegt oder Teilflächen als Ballensilage geworben werden. So kann die Hauptfuttermenge ausreichend lange durchsilieren!