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Externe und interne Biosicherheit - wichtiger denn je!

Die aktuelle Lage bezüglich der Corona Pandemie verlangt derzeit der gesamten Wirtschaft als auch dem Privatleben einiges an kreativen Lösungsansätzen und Kräften ab. Es ist eine hochanspruchsvolle Herausforderung, sowohl sich selbst als auch die Menschen im engsten Umfeld zu schützen und dabei zeitgleich das Unternehmen so produktiv wie möglich zu halten.

Neben der aktuell dominierenden Corona-Thematik dürfen die zusätzlichen Gefahren für die Landwirtschaft wie die afrikanische Schweinepest (ASP) und die Aviäre Influenza beim Geflügel (Geflügelpest/“Vogelgrippe“) nicht in Vergessenheit geraten! Die Afrikanische Schweinepest und die Geflügelgrippe breiten sich ebenfalls nach wie vor aus und stellen so eine akute Problematik dar:

Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die ASP breitet sich in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Europas und Asiens weiter aus (z.B. Polen, Rumänien, Russland, Griechenland, Philippinen, Myanmar). Besonders besorgniserregend für die deutsche Landwirtschaft und Ernährungsindustrie war bereits im November 2019 die sprunghafte Verbreitung der ASP vom Osten in den Westen Polens.
Nach mehreren ASP- Fällen bei Wildschweinen nahe der polnisch-deutschen- Grenze (Ende Januar nur 12km Entfernung zu Deutschland), wurden die Sicherheitsmaßnahmen der angrenzenden Bundesländer (Brandenburg und Sachsen) bereits drastisch verstärkt u.a. durch Wildzäune.
Zuletzt wurde am 23.03.2020 ein ASP-Ausbruch in einem Hausschweinebestand (Zuchtbetrieb mit 23000 Sauen und Ferkel) in Niedoradz in Westpolen - 78km von der polnisch-deutschen Grenze entfernt- gemeldet. Dieser Betrieb liegt aber bereits durch die Wildschweinebefunde in einem Restriktionsgebiet, wodurch das Risiko der Verschleppung durch hohe Auflagen als gering eingeschätzt wird (Quelle: www.agrarheute.com).

Aviäre Influenza beim Geflügel

Auch die Vogelgrippe breitet sich seit Ende 2019 wieder verstärkt innerhalb Europas aus. Besonders betroffen sind aktuell u.a. Polen, Rumänien, Ungarn, Slowakei, Tschechische Republik und die Ukraine (Quelle: tierseucheninfo.niedersachsen.de).
In Deutschland stellte zuletzt der Landkreis Aurich am 20.03.2020 den Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenbetrieb in Dornum fest. Zuvor gab es im Jahr 2020 bereits zwei weitere bestätigte Fälle der hochpathogenen Aviären Influenzaviren des Subtyps H5N8 in Sachsen (13.03.2020) und Baden-Württemberg (07.02.2020).

Für den Menschen besteht keine gesundheitliche Gefahr – weder durch die ASP noch durch die “Vogelgrippe“!

Der wirtschaftliche Schaden und der Mehraufwand durch Sicherheitsmaßnahmen in Restriktionsgebieten sowohl bei einem Ausbruch im Wildtierbestand als auch im Nutztierbestand ist für die deutsche Landwirtschaft allerdings nicht unerheblich.
Daher haben sowohl wir von SALVANA als Futtermittelunternehmen als auch Sie als praktizierender Landwirt eine besonders hohe Verantwortung, unsere Möglichkeiten der internen und externen Biosicherheitsmaßnahmen auszuschöpfen und zu verschärfen.

Feststellung mehrerer ASP- Fällen bei Wildschweinen nahe der polnisch-deutschen Grenze.

Neben Deutschland sind noch weitere EU-Länder von der Vogelgrippe betroffen.

Eintragsquellen erkennen und vermeiden!

Die bestmögliche Prävention steckt in der Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung sowie aller Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Branche u.a. über die Verbreitungswege!

Direkte Eintragsquellen Indirekte Eintragsquellen
1.Tier-zu-Tier-Kontakt 1. Übertragung durch kontaminierte Werkzeuge / Arbeitsmaterialien / Kleidung / Hoftiere / Partikel (z.B. Wildvogelfedern)
2. Wildtiere in der Nähe des Betrieb 2. Einstreu, Beschäftigungsmaterial und Futter
3. Kadaver / tote Tiere 3. Betreten des Stalles / Kontaktpersonen / Nutzfahrzeuge
4. Vektoren wir LKW, PKW
5. Kontaminiertes Hofgelände / Betriebswege
6. Übertragung durch Schadnager
7. Übertragung der Vogelgrippe durch Wildvögel / Zugvögel
8. Übertragung der ASP durch unachtsam weggeworfene und kontaminierte Speiseabfälle (Erreger wochen- bis monatelang haltbar) – sprunghafte Verbreitung!

Achtung bei Jagdreisen! Hier kann Mensch, Ausrüstung oder Fahrzeug schnell zum Überträger werden.

Präventionsmaßnahmen von SALVANA

Einführung eines betriebseigenen Zonensystems rund um das Ausbruchgebiet

Intensive Schulung unserer Außendienstkollegen sowie unserer LKW-Fahrer

Ausstattung mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln
Lieber einmal zu viel Überschuhe anziehen!

Vermeiden von Kreuzen der Betriebswege
Parken außerhalb des Betriebsgeländes
auf Besucherparkplätzen

Betreten des Stalls nur in Absprache und mit ausdrücklicher Erlaubnis des Landwirts

Beachten des Schwarz-Weiß- Bereichs
Trennung von „reinen“ und „unreinen“ Gegenständen

Zusammenarbeit und Kommunikation ist das A und O

Durch eine gute und kooperative Zusammenarbeit und eine offene Kommunikation über potentielle Verbesserungsmaßnahmen bezüglich der internen und externen Biosicherheit verringern wir gemeinsam das Verschleppungsrisiko!
Bitte sprechen Sie mit unseren Fahrern und Außendienstmitarbeitern über potentielle Kontaktpunkte oder unvermeidbare Kreuzungspunkte und wie diese optimal gesichert werden können, sodass wir gemeinsam und proaktiv das Risiko der Verbreitung von ASP und der Vogelgrippe reduzieren!